Häufig gestellte Fragen

1Wen nehmen wir im Uhlhorn Hospiz auf?
Die Aufnahme ins Hospiz erfolgt nur auf Wunsch des erkrankten Menschen selbst – oder, wenn er sich selbst nicht mehr äußern kann, seiner Angehörigen. Wir nehmen Menschen auf, die an einer Erkrankung leiden, bei der eine Heilung ausgeschlossen ist, und • die eine palliativpflegerische und palliativmedizinische Versorgung brauchen, • die keine Krankenhausbehandlung mehr benötigen oder eine weitere Behandlung nicht wünschen, • die zu Hause nicht oder nicht ausreichend versorgt werden können, • die eine voraussichtliche Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten haben und deren Krankheit sich zunehmend verschlechtert. Krankheitsbilder, die zu einer Aufnahme führen können, sind in zum Beispiel Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, Erkrankungen des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen, chronische Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- oder Lungenerkrankungen im Endstadium oder das Vollbild der Infektionskrankheit AIDS.
2Zu welchem Zeitpunkt sollte man darüber nachdenken, in ein Hospiz zu gehen?
Auf diese Frage gibt es leider keine einfache Antwort. Manche unserer Bewohner waren nur wenige Tage bei uns, andere Wochen oder sogar Monate. Der Verlauf des letzten Lebensabschnitts lässt sich ebenso wenig vorherbestimmen wie der jedes anderen Lebensabschnitts. Sind Sie unsicher, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ins Hospiz zu gehen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Selbstverständlich können Sie auch Kontakt zu uns aufnehmen, wir beraten Sie gern.
3Warum überhaupt in ein Hospiz gehen?
Oft ist es so, dass der medizinische und pflegerische Versorgungsbedarf eines schwerstkranken Menschen die Möglichkeiten der Angehörigen, Ehrenamtlichen und ergänzenden ambulanten Diensten übersteigt. Im Hospiz können wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner medizinisch, pflegerisch und seelisch kompetent und verlässlich rund um die Uhr betreuen und begleiten.
4Wird im Uhlhorn Hospiz Sterbehilfe geleistet?
Im Uhlhorn Hospiz beschleunigen oder verzögern wir den Tod nicht. Die christlichen Werte, denen wir uns verbunden fühlen, schließen aktive Sterbehilfe aus. Wir lindern Schmerzen und Symptome, soweit es irgendwie möglich ist.
5Was ist mit Familie und Freunden?
Die Liebsten sind im Uhlhorn Hospiz immer willkommen. Die Begleitung durch Familie und Freunde ist ausdrücklich erwünscht und jederzeit möglich – wenn der Hospizbewohner das möchte. Auf Wunsch stellen wir Zustellbetten im (Kranken-)Zimmer zur Verfügung. Wir beginnen außerdem 2019 mit dem Anbau von zwei Familienzimmern.
6Was ist mit Haustieren?
Grundsätzlich sind Haustiere bei uns willkommen. Ein Haustier ist auch ein Mitglied der Familie. Nach Absprache ist es möglich, dass ein Haustier mit einziehen kann. Voraussetzung sind bestimmte Impfungen des Tieres. Allerdings sollte unbedingt vorher geregelt werden, wer das Tier nimmt, wenn es nicht mehr im Uhlhorn Hospiz bleiben kann.
7Müssen im Uhlhorn Hospiz Lebensgewohnheiten umgestellt werden?
Unser Hospiz möchte für unheilbar kranke Menschen am Ende ihres Lebens ein Zuhause sein. Unser gesamtes Team bemüht sich darum, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner sich so wohl und zufrieden wie möglich fühlen können. Wir versuchen, individuellen Vorlieben Raum zu geben, zum Beispiel in Bezug auf Schlafenszeiten. Die Mahlzeiten können zu den gewünschten Zeiten entweder im Zimmer oder in der gemeinsamen Wohnküche eingenommen werden. Wir lassen Ruhe und Rückzug ebenso zu, wie wir Gemeinschaft ermöglichen.
8Wer übernimmt die ärztliche Versorgung im Uhlhorn Hospiz?
Die medizinische Betreuung unserer Bewohner wird normalerweise durch den Hausarzt und/oder durch einen Schmerztherapeuten sichergestellt. Gerne ziehen wir kooperierende Ärzte mit hinzu.
9Unser Pflegekonzept im Uhlhorn Hopiz
Menschen sind auch im Angesicht schwerer Krankheit und des nahenden Todes selbstbestimmte Wesen, die ihr Leben nach ihren persönlichen Vorstellungen und in Würde gestalten. Das spiegelt sich in unserem Verständnis von Pflege wider. Wir besprechen mit unserem Bewohner und seiner Familie den individuellen Bedarf an körpernaher Unterstützung und medizinischer Versorgung. Unsere Mitarbeiter sind Experten mit viel Erfahrung im Umgang mit Symptomen wie Schmerzen oder Atemnot und stehen 24 Stunden täglich zur Verfügung. Wir nutzen auf Wunsch außerdem alternative Methoden zur Entspannung oder Linderung, wie zum Beispiel Massagen oder ätherische Öle.
10Wer trägt die Kosten für den Aufenthalt im Uhlhorn Hospiz?
Die Aufnahme in unser Hospiz wird durch einen der in unserem Hospiz tätigen Ärzte verordnet und von der zuständigen Krankenkasse genehmigt. In den meisten Fällen wird die Genehmigung alle vier Wochen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen überprüft. Wenn sich die Erkrankung stabilisieren sollte, kann die Krankenkasse eine weitere Versorgung im Hospiz ablehnen. In diesem Fall suchen wir mit Ihnen gemeinsam nach anderen Möglichkeiten der Versorgung. Generell werden die Kosten für die Hospizversorgung zu 95 Prozent von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen übernommen. Die Zuzahlungsleistungen privater Krankenkassen müssen im Einzelfall geklärt werden. Sie müssen keinen Eigenanteil aufbringen, denn die übrigen fünf Prozent der Kosten trägt das Uhlhorn Hospiz selbst – ausschließlich aus Spenden.
11Sollte die eigene Wohnung gekündigt werden?
Beim Einzug in ein Hospiz ist es nicht erforderlich, die eigene Wohnung zu kündigen oder sich umzumelden. Manchmal ist es für die Familie sogar möglich, mit dem Erkrankten hin und wieder für ein paar Stunden in die eigene Wohnung zu fahren. Das hängt natürlich stark vom Gesundheitszustand unseres Bewohners ab.
12Kann das Hospiz zwischendurch verlassen werden?
Natürlich ist keiner unserer Bewohnerinnen oder Bewohner dazu verpflichtet, den gesamten Tag im Uhlhorn Hospiz zu verbringen. Wenn der Gesundheitszustand es zulässt, kann das Hospiz vorübergehend verlassen werden, um zum Beispiel ein paar Stunden in der eigenen Wohnung oder bei der Familie verbringen zu können. Das sollte jedoch nie allein geschehen, um eventuelle Komplikationen wie Schwächeanfälle oder Verletzung durch Stürze zu vermeiden.
13Wie lange kann man im Uhlhorn Hospiz wohnen?
In der Regel gewährt die Krankenkasse zunächst einen Zeitraum von einigen Wochen oder Monaten. Nach Ablauf dieser Zeit kann das Hospiz einen Antrag auf Verlängerung stellen. Dieser Antrag wird dann vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft. Unsere Bewohner bleiben so lange bei uns, wie ihre Zeit es zulässt. Das können Tage, Wochen oder Monate sein.
14Kann man das Hospiz auch wieder ganz verlassen?
Die Aufnahme im Uhlhorn Hospiz muss nicht endgültig sein. Wenn die Umstände und der gesundheitliche Zustand es zulassen, kann eine Entlassung nach Hause oder in eine andere Pflegeeinrichtung stattfinden.